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Besser Watangeln bringt dir mehr Fisch

Tatsache ist, dass du beim richtigen Watangeln näher an die Fische herankommen kannst. Ebenso sicher ist, dass du die Fische reihenweise vergrämst, wenn du beim Watangeln Fehler machst. Mit den folgenden praxiserprobten Tipps wirst du besser Watangeln und mehr Fische fangen.

Was ist Watangeln?

Nicht jeder, der etwa beim Spinnfischen im Bach steht und die Rute schwingt, verdient auch die Bezeichnung Watangler. Manche Zeitgenossen trampeln im Wasser herum und wundern sich hinterher, dass sie nichts fangen.

Wenn du am Gewässer ankommst und sofort in Wasser stürmst, ohne dich umzusehen, wird dein Fangerfolg bescheiden bleiben. Mit etwas Glück fängst du ein paar Besatzforellen. Wildfische wirst du keine an den Haken bekommen.

Idealer Einstieg zum besser Watangeln

Bevor du ins Wasser steigst, solltest du besonders ein dir nicht bekanntes Gewässer gründlich vom Ufer aus studieren. Wenn ich an ein neues Flüsschen komme, gehe ich erst mal eine Strecke am Ufer ab und versuche zu finden:

  • Steigende Fische
  • Strukturen wie Steine und Totholz im Wasser
  • Unterspülte Ufer
  • Strömungsverlauf

Schon bei dieser Erkundungstour ist Vorsicht das oberste Gebot. Du musst dich so bewegen, dass deine Silhouette den Horizont nicht überragt. Mach‘ dich also lieber klein. Im Extremfall ist es notwendig, die gesamte Weglänge auf allen Vieren zurückzulegen. Eine gute Polbrille sorgt für den richtigen Durchblick.

Den Bereich, wo ich ins Wasser steige, fische ich erst mal gründlich vom Ufer aus ab. Nichts ist blöder, als die Fische schon beim Einwaten zu verscheuchen. Vor allem wilde Bachforellen stürmen bei Gefahr davon und warnen dabei sämtliche anderen Wasserbewohner. Äschen sind in dieser Beziehung etwas wenige empfindlich.

Tipps zum richtigen Watangeln:

Langsam Watangeln ist besser Watangeln

Auch unter den Fliegenfischern gibt es hektische Typen. Da wird die Nymphe in den tiefen Zug befördert. Wenn beim ersten Wurf nichts beißt, bewegen sich diese Watfischer rasch und geräuschvoll auch gleich mal 10 Meter am Stück flussauf.

Die bescheidene Beute wird dann meistens damit begründet, dass es einfach keine Fische gibt. Um wie viel erfolgreicher bist du, wenn du die folgende Regel beachtest: 1 Schritt – 1 Wurf.

Diese Methode kannst du immer dann anwenden, wenn du keine eindeutigen Standplätze erkennen kannst. Sie funktioniert beim Streamerangeln stromab ebenso gut wie beim Nymphenfischen stromauf.

Ausgewiesene Standplätze beangelst du natürlich intensiver.

Vorteile des langsamen Watangelns

Durch die schrittweise Bewegung ist die Gefahr, die Fische zu verscheuchen, wesentlich geringer. Jeder Fisch bekommt den Köder mehrmals vors Maul serviert und die Chance, dass er zuschnappt, steigt gewaltig.

Möglichst leise waten

Schallwellen pflanzen sich unter Wasser um ein Vielfaches schneller aus als an der Luft. Diese Schallwellen breiten sich unter Wasser als Druckwellen aus und werden von den Fischen mit dem Innenohr und vor allem mit der Seitenlinie wahrgenommen.

Es leuchtet also ein, dass Fische jedes ungewöhnliche Schallereignis als Störung empfinden. Die Wasserbewohner reagieren umso sensibler, je leiser die natürliche Umgebung ist. In einem rauschenden Gebirgsbach oder unterhalb einer Wehranlage ist der natürliche Geräuschpegel relativ hoch. Hier wird es keinen Fisch irritieren, wenn mal ein paar Steine am Flussgrund rollen. Im Gegenteil, das ist der ganz normale Geschiebetransport.Beim Watangeln kommt man nah an den Fisch

Ganz anders liegt der Fall etwa in einem Wiesenbächlein. Hier bedeutet jedes ungewohnte Geräusch Gefahr. Die Fische reagieren darauf zumindest mit erhöhter Wachsamkeit und Fluchtbereitschaft. In diesem Zustand lassen sie sich nur schwer dazu überreden, die Fliege zu nehmen.

In einem rasch fließenden Gewässer ist auch der Wasserdruck durch die Strömung um vieles größer als in einem träge strömenden Fluss. Deswegen löst auch die Druckwelle, die du beim Waten verursachst, im ruhigen Wiesenbach wesentlich größeren Argwohn aus. Deshalb ist es unabdingbar, dass du dich entsprechend vorsichtig bewegst. Dabei kann dir auch ein Watstock helfen, da du dich sicherer im Wasser bewegst.

Die richtige Kleidung

Forellen und Äschen nehmen auch die Umgebung außerhalb des Wassers wahr. Deswegen ist es naheliegend, dass du auf auffällige Kleidung verzichtest. Alle Farben von einem nicht zu hellen Grau über Braun bis zu einem dezenten Grün sind eine gute Wahl.

Ob das Aufblitzen des Hakenlösers die Fische stört, habe ich noch nicht herausgefunden. Aber ich konnte beim Fangerfolg noch nie Unterschiede zwischen einem sichtbaren oder einem verborgenen Hakenlöser feststellen.

Richtig waten und die Sonne

Der Einfluss von Sonnenschein auf das Beißverhalten der Fische wird gerne und ausgiebig diskutiert. Ohne Zweifel ist mir aber ein sonniger Tag beim herbstlichen Äschenfischen viel lieber als etwa ein nasskalter Oktobertag. Auch wenn ich wegen der Wassertemperatur die Neopren-Wathose statt der atmungsaktiven trage.

Bei Sonnenschein achte immer darauf, dass dein Schatten und der Schatten deiner Rute nicht vor dir aufs Wasser fällt. Schatten von oben bedeutet für jeden Fisch: höchste Gefahr. Als Reaktion darauf erfolgt die Flucht oder der Fisch lässt sich auf den Grund sinken und stellt die Nahrungsaufnahme ein.

Gerade früh und spät in der Saison sowie morgens und abends wird der Sonnenstand zu einem entscheidenden Faktor.

In welche Richtung soll ich waten?

An einem unbekannten Gewässer ist aus Sicherheitsgründen die Bewegung flussaufwärts vorzuziehen. Die näheren Gründe findest du im Artikel über das sichere Watangeln.

Neben dem Sicherheitsaspekt bietet das Watfischen flussaufwärts meiner Meinung nach noch einen anderen entscheidenden Vorteil: In einem Fließgewässer stehen die Fische prinzipiell mit dem Kopf stromaufwärts und lauern auf herantreibende Nahrung.

Wenn du dich von hinten an die Fische anschleichst, kommst du ihnen im toten Winkel ihres Sichtfeldes wesentlich näher als beim Waten mit der Strömung. Das ist vor allem für Fliegenfischer wie mich, die beileibe keine Wurfkünstler sind, oft von entscheidender Bedeutung.

Bei der Annäherung von oben musst du eben nach Möglichkeit Deckung suchen und weiter werfen.

Polbrillen

Eine Polbrille reduziert die Reflexionen an der Wasseroberfläche und gibt dir Einblick ins Gewässer. Du siehst die Hindernisse im Wasser wesentlich besser und kannst sicherer waten.

Preise vom 3. Oktober 2022. Angegebene Produktpreise können seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein. Für den Kauf des Produkts gilt der Preis, der zum Kaufzeitpunkt auf der Website des Verkäufers angezeigt wird. Eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend ausgewiesenen Preise ist technisch nicht möglich. * = Affiliate Links. Bildquelle: Amazon PA-API.

Außerdem hast du eine wesentlich bessere Chance, Fische auszumachen, bevor sie dich wahrnehmen und fliehen.

Die richtige Haltung beim Wurf

Wenn du den ganzen Tag entspannt mit der Fliegenrute werfen willst, ist die richtige Haltung für ein ermüdungsfreies Watangeln entscheidend.

Die Beine stehen etwa hüftbreit und das Bein gegenüber der Wurfhand ist etwas vorgeschoben. Falls du auch Tennisspieler bist: Die Haltung entspricht der offenen Stellung bei der Vorhand.

In dieser Position hast du auch bei stärkerer Strömung einen sicheren Stand und kannst dich ganz auf den perfekten Wurf konzentrieren.

Fazit für ein besseres Watangeln

Wenn du die 7 Tipps beherzigst, wirst du ein besserer Angler werden und mehr und auch größere Fische fangen.

Nochmal die 7 Tipps zum besseren Watangeln zusammengefasst:

  1. Langsam bewegen
  2. möglichst leise waten
  3. unauffällige Kleidung
  4. Sonnenstand berücksichtigen
  5. gegen den Strom waten
  6. Polbrille verwenden
  7. richtige Haltung beim Wurf